Neuigkeiten aus dem Steuerrecht und der Kanzlei

 

Immer, wenn ich auf ein interessantes Thema treffe, erstelle ich für Sie einen neuen Blogeintrag.

Die Themen sind sehr unterschiedlich und reichen von Hinweisen zu Änderungen in der Gesetzgebung über Hinweise auf aktuelle Rechtsprechungen im Steuerrecht bis hin zu Neuigkeiten aus der Kanzlei. Einen RSS-Feed finden Sie am unteren Rand dieser Seite. Diesen können Sie natürlich jederzeit auch wieder abstellen.

Über Ihr Feedback würde ich mich freuen. Nehmen Sie einfach Kontakt zu mir auf.

 

Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) tritt am 25.05.2018 in Kraft. Zur Umsetzung der europäischen Regelungen hat der Bundesrat am 12.05.2017 dem neuen Bundesdatenschutzgesetz zugestimmt.

Für alle Unternehmer besteht Handlungsbedarf, da erhöhte organisatorische Anforderungen gestellt werden und bei Verstößen Bußgelder drohen. Sie sollten sich diesbezüglich unbedingt informieren.


Mit Abschuss eines Vertrages zwischen Arzt und Krankenkasse nach § 140a SGB V werden Regelungen zur Vergütung der Leistungen im Rahmen der integrierten Versorgung vereinbart. Diese Vergütungen werden sowohl für die Behandlung als auch für die Abgabe von Arzneien und Hilfsmitteln gezahlt.

Gemäß Schreiben der OFD Frankfurt vom 16.08.2016 sind die Vergütungspauschalen für die Behandlung den Einkünften aus freiberuflicher Arbeit zuzuordnen. Die Vergütungspauschalen, die für die Abgabe von Arzneien und Hilfsmitteln gezahlt werden, stellen einen gewerblichen Vergütungsanteil dar.

Damit kann es bei Berufsausübungsgemeinschaften zur gewerblichen Infizierung der gesamten Einkünfte der Berufsausübungsgemeinschaft kommen. Zu beachten sind jedoch die Geringfügigkeitsgrenze von 3 % der Gesamtnettoumsätze und zusätzlich der Freibetrag von 24.500 Euro im Veranlagungszeitraum.

Bei der Verwendung von Hilfsmitteln, ohne deren Einsatz die ärztliche Heilbehandlung gar nicht möglich wäre (z.B. Implantate und Verbrauchsmaterialien), gilt die dafür gezahlte Vergütung als Bestandteil der ärztlichen Gesamtleistung und führt bei Berufsausübungsgemeinschaften nicht zur Infektion.


Ich möchte Sie auf das Förderprogramm Ziel und Zukunft von der KVBW aufmerksam machen. Das Programm ist interessant sowohl für den hausärztlichen Nachwuchs als auch für bereits niedergelassene Ärzte, weil es diverse Fördermöglichkeiten bietet.

Mit diesem Link gelangen Sie zur Seite der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, auf der Sie mehr zum Förderprogramm Ziel und Zukunft erfahren können:

 

 


Über diesen Link gelangen Sie zu aktuellen Nachrichten, die die DATEV e.G für Ärzte und Zahnärzte zusammenstellt.

 

 


In zwei am 23.12.2015 veröffentlichten Entscheidungen hat der Bundesfinanzhof (BFH) zur zumutbaren Eigenbelastung entschieden. Zu klären waren die Fragen,

  • "...ob von der Krankenversicherung nicht getragene Krankheitskosten, insbesondere Zuzahlungen, als außergewöhnliche Belastungen von Verfassungs wegen ohne Ansatz einer zumutbaren Belastung einkommensteuerrechtlich zu berücksichtigen sind." (BFH VI-R-32/13) und
  • "...ob Aufwendungen für die Praxisgebühr und Zuzahlungen zu Medikamenten als außergewöhnliche Belastung ohne Berücksichtigung einer zumutbaren Belastung anzusetzen sind." (BFH VI-R-33/13).

 


Zeit der Geschenke

30.11.2015

Besonders zum Ende eines Jahres tritt das Bedürfnis auf, sich bei Geschäftspartnern oder Angestellten mit einem Geschenk zu bedanken. Damit ein Geschenk auch die gewünschte Wirkung erzielen kann, ist es wichtig, sich vorher mit den steuerlichen Bestimmungen dazu zu beschäftigen.

Grundsätzlich führt ein Geschenk (steuerlich: Sachzuwendung) zur Einnahme beim Empfänger, wenn es im Zusammenhang mit in Deutschland steuerpflichtigen Einkünften beim Empfänger steht und zusätzlich zu den vertraglich vereinbarten Vergütungen zugewandt wird.

Ist der Empfänger ein Geschäftspartner, dann sind sollten folgende Punkte beachtet werden:


Ein wichtiger Punkt im neuen Gesetz sind die Regelungen beim Verkauf einer Arztpraxis, die gesetzlich Versicherte behandelt. Hierzu informiert ganz aktuell auch die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg unter dem Stichpunkt GKV-VSG.

Neben den Regelungen, die laut Sozialgesetzgebung und Berufsrecht zu beachten sind, bietet das Steuerrecht auch zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten bei der Abgabe einer Praxis. Davon können sowohl der Abgeber als auch der Erwerber profitieren. Die Gestaltungsmöglichkeiten hängen natürlich von Ihren individuellen Gegebenheiten, Wünschen und Vorstellungen ab. Ein diesbezügliches Beratungsgespräch ist eine lohnende Investition.

 


Eine Möglichkeit, eine Arztpraxis wachsen zu lassen ist, im ersten Schritt einen Arzt oder eine Ärztin anzustellen. Die Zeit der Anstellung kann eine Zeit des gegenseitigen Kennenlernens sein und kann auch darin münden, im nächsten Schritt eine Berufsausübungsgemeinschaft zu gründen, in der der bisherige Praxisinhaber und der bisher angestellte Arzt bzw. Ärztin gemeinsam Gesellschafter sind.

Der Bundesfinanzhof hat nun in seinem am 07.01.2015 veröffentlichten Urteil dazu Stellung genommen, ob ein Praxisinhaber trotz der Beschäftigung einer angestellten Ärztin noch freiberufliche Einkünfte erzielt. Das Finanzamt hatte dies abgelehnt und gewerbliche Einkünfte unterstellt!


Auch in diesem Jahr waren die letzten Monate von vielen persönlichen Gesprächen mit Mandanten geprägt, in denen wir gemeinsam auf das fast vergangene Jahr geblickt, es analysiert und ganz individuelle Strategieentscheidungen für die Zukunft getroffen haben.

Damit waren die hier an dieser Stelle ansonsten veröffentlichten allgemeinen Informationen entbehrlich.

Nun neigt sich das Jahr 2014 dem Ende zu und ich möchte mich bei Ihnen für das mir entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest, einen guten Start in das Jahr 2015, beste Gesundheit, sowie Glück und Erfolg bei all Ihren Vorhaben.


Das Mindestlohngesetz tritt zum 01.01.2015 in Kraft. Nachfolgend möchte ich nur auf einige Bestimmungen hinweisen.

Der Mindestlohn

  • beträgt ab 01.01.2015 je Zeitstunde 8,50 Euro brutto und
  • gilt grundsätzlich für alle Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen.
    Ausgenommen sind
    Praktikantinnen/Praktikanten
    bei einem Praktikum bis zu 3 Monaten zur Orientierung (Berufsausbildung/Studium) oder begleitend zu einer Berufs- oder Hochschulausbildung,
    Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ohne abgeschlossene Berufsausbildung,
    Personen, die zur Berufsausbildung beschäftigt werden,
    ehrenamtlich Tätige
    Langzeitarbeitslose (ein Jahr und länger) in den ersten sechs Beschäftigungsmonaten.

 
88.198.220.252